CHRISTINE DE BOOM  CHRISTINE DE BOOM  CHRISTINE DE BOOM  CHRISTINE DE BOOM  CHRISTINE DE BOOM  CHRISTINE DE BOOM  CHRISTINE DE BOOM  CHRISTINE DE BOOM  CHRISTINE DE BOOM  CHRISTINE DE BOOM  CHRISTINE DE BOOM  CHRISTINE DE BOOM

Vita Christine de Boom

lebt und arbeitet in Klein Görnow | Mecklenburg

 

2014 | Dozentin an der Akademie für Malerei Berlin

2013-2014 | Mitglied der Galerie ROOT am Savignyplatz Berlin

2012-2014 | Berlin - Masterstudium und Abschluss als Meisterschülerin von  Harald Gnade

2009-2014 | Direktstudentin an der Akademie für Malerei Berlin bei Ute Wöllmann

2004-2005 | University of Arts - London Central Saint Martin

2003-2004 | Studium an der Freien Akademie für Kunst und Projekt Berlin

ab 1984 | Freiberufliche Fotografie, Buchveröffentlichungen, Kunstprojekte, Ausstellungen

1979-1984 | Ausbildung zur Fotografenmeisterin

1977 | Abitur

1959 | (24. Februar) in Röbel | Mecklenburg geboren

Ausgewählte Ausstellungen und Kunstmessen

2016

Sep | „Artist in Parish“ Kunstprojekt auf der Insel Föhr

Jan-Jul | „Wahl - Heimat“ Kunstprojekt für die Ostseezeitung im Radisson Blu-Hotel und in der OZ, Rostock

2015

Okt | Messe Kunst Zürich 2015, vertreten durch die Galerie pack of patches

Sep-Dez | Ausstellung in Schwerin, AOK-Servicecenter, Am Grünen Tal 50

Jul | „am rand des wahnsinns flirrt die kunst“ in Berlin, Schöneweide Art Festival-Kunst am Spreeknie

Jul-Aug | „NEU GIER – Dialog der Generationen“ 25. Kunstschau des Künstlerbundes M/V in Schwerin, Marstall

Mai-Aug | Ausstellung in Berlin, AOK-Servicecenter,Mariendorfer Damm 64

Apr-Mai | „Neue Mitglieder Künstlerbund M/V“ Schleswig-Holstein-Haus Schwerin

Jan-Apr | Ausstellung in Rostock Mitte, AOK-Servicecenter, Warnowufer 23

 

2014

Sep-Okt | Cornelsen Verlag Berlin, Personalausstellung

Jul | Schöneweide Art Festival - Kunst am Spreeknie Berlin „Meisterschüler stellen aus“

Apr | Galerie ROOT am Savignyplatz,  Berlin, Einzelausstellung (mit Juliane von Arnim)

Mär | art Karlsruhe, Kunstmesse vertreten durch die Galerie pack of patches

 

2013

Mai | Galerie ROOT am Savignyplatz,  Berlin, Einzelausstellung (mit Ursula Schmelzer)

Nov | Kunstmesse Köln ART.FAIR 2013 vertreten durch die Galerie ROOT Berlin

 
 
2012

Akademie für Malerei Berlin, Präsentation und Vortrag

 

2011

Teilnahme Art Innsbruck

 

2010

Teilnahme Art Bremen
 
 

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Amerika-Express
Der Hai
Inneres
Werkprojekt
Typen

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30.9.2016  Konzert mit Auftritt der Bilder - Friesendom Nieblum | Insel Föhr

28.10.-1.11.2015  Messe KUNST ZÜRICH / Schweiz, vertreten durch Galerie pack of patches

 

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Rede zur Vernissage der Ausstellung SCHOEN.GEHEIM

Malerei, Photographie, Zeichnung.

Christine de Boom und Ursula Schmelzer am Mittwoch, 8. Mai 2013

Dr. Barbara Borek

 

Schön. Geheim.
Der Titel der Gemeinschaftsausstellung der Künstlerinnen Christine de Boom und Ursula Schmelzer macht neugierig. Die beiden laden uns ein, ihre Kunst zu entdecken, ihnen in ihre Bildlandschaften zu folgen.

Die mehrschichtigen Fotografien und Übermalungen von Christine de Boom erzählen eine Bildgeschichte, durch Farben und Strukturen entstehen ganz eigene Kompositionen. In welche Ebenen führt uns die Künstlerin? Werden wir uns verlieren?

Die Figuren auf den Gemälden von Ursula Schmelzer sind uns wohlbekannt, doch sie sind verfremdet, irritierend in ihrer Direktheit. Was erzählen sie uns, wie lautet ihre Geschichte? Möchten wir diese hören?

Kunstwerke sprechen ihre ganz eigene Sprache, sie möchten mit Ihnen den Dialog aufnehmen, mit dem gestalterischen Vokabular, das die Künstlerinnen gewählt haben.

Bei Christine de Boom trifft Fotografie auf Malerei, eine Begegnung, die sehr vielschichtig und intensiv ist.

Die gebürtige Mecklenburgerin mit künstlerischen Stationen in London und Berlin arbeitet vorwiegend mit von ihr selbst aufgenommenen Fotografien. Diese bilden die Grundlage, sind der Ausgangspunkt ihrer Übermalungen. So entstehen bildnerische Reflexionen der aufgenommenen Sujets, entsteht eine Spannung, die uns Betrachter in Zwischenräume führt.
Christine de Boom fragt: Wo fängt die Malerei an, wo hört die Fotografie auf? Ihre künstlerische Antwort durchbricht die Oberfläche der Fotografie, mit ihren teilweise radikalen Übermalungen entstehen neue Bildräume.

Christine de Boom greift in den Prozess ein, in dem das Foto als Realität wahrgenommen wird, als vermeintliche Realität. Denn auch in der Fotografie ist der Ausschnitt, ist die Perspektive bewusst gewählt. Diese als Schärfe bezeichnete – wie gesagt vermeintliche – Eigenschaft der Fotografie erfährt durch die Bearbeitung eine neue Tiefe. Das vorher so klar Sichtbare wird infrage gestellt. Was sehen wir? Können wir unseren Augen trauen?

Der Besuch einer Londoner Ausstellung mit Werken von Damien Hirst inspirierte Christine de Boom zu einer künstlerischen Auseinandersetzung mit den Objekten des britischen Konzeptkünstlers. Es sind Reflexionen auf den von Hirst in Formaldehyd eingelegten Tigerhai. Zwei dieser Bilder sind im ersten Raum zu sehen.

Bäume, Rasenflächen, Laternen, Wege – eine Parklandschaft ist zu erkennen. In, über, zwischen dieser stehen Besuchersilhouetten, schwebt der von Hirst konservierte Hai in seiner Glasinstallation. Christine de Boom kritisiert die Dominanz des provokanten Kunstwerkes und den Starstatus des millionenschweren Hirst, indem sie die Bildebenen neu definiert, die Spannung gleichzeitig aufbricht und – neu – wieder herstellt.

Die Künstlerin fordert uns auf, innezuhalten, mehrmals zu schauen, den Blicken nicht sofort zu vertrauen. Ihre Arbeiten sind Erzählungen, Reisen mit den Augen durch Bild-, aber auch durch Zeit- und Raumebenen.

So sitzen wir als Betrachter der, ebenfalls großformatigen, Bilder der Serie Amerika-Express (hier hinter mir zu sehen) selbst im Zug. Wir blicken bewegungslos auf die vorbeifliegende Landschaft, Gedanken kommen und gehen, fast können wir das so typische, monotone Geräusch der Wagons hören. Doch der für die Schwarz-Weiß-Fotografien gewählte Bildausschnitt beruhigt nicht. Mit breitem Pinselstrich überschreibt Christine de Boom die Gedankenidylle, verweist auf Brüche, erinnert an vergangene Kulturen.

Bei Ursula Schmelzer ist die Malerei immer auch Aktion, eine Aktion, in die uns die Künstlerin mit einbezieht.

In den Bildern der Berlinerin erwartet uns eine Direktheit, die nicht immer leicht auszuhalten ist. Ursula Schmelzer reagiert auf gesellschaftliche Themen, möchte aufrütteln, uns deutlich vor Augen führen, was mit und zwischen uns geschieht. Sie wählt eine zugleich provokant und doch auch sehr verletzlich wirkende Bildsprache, mit fast archaisch wirkenden Formen weiblicher und männlicher Körper.

Ihr Strich, ihre Farbwahl erinnern an Comics, vielleicht auch an Graffitikunst. Auch Elemente des Actionpaintings, der Performance sind zu finden. Mit einem bewusst feministischen Statement verbunden, möchten uns die Arbeiten darauf hinweisen: Auch im Jahr 2013 sind die Geschlechterverhältnisse noch lange nicht ausgewogen.

Ursula Schmelzers künstlerischer Blick führt uns zu einer Performance der japanisch- amerikanischen Künstlerin Shigeko Kubata. (hier links zu sehen) Sie gehörte neben Yoko Ono zu den weiblichen Mitgliedern der Gruppe Fluxus, wurde 1964 Vizepräsidentin der Bewegung. Ihre sogenannte Vagina-Malerei kann als weibliche Antwort auf das Drip und Action Painting der amerikanischen Künstler verstanden werden. Die von Ursula Schmelzer gewählte Szene zeigt Kubata mit dem aus ihrem Körper tretenden Pinsel, dessen rote Farbe bereits Spuren hinterlassen hat. Die Aktionskünstlerin ist in einer hockenden Position dargestellt, befindet sich über ihrem eigenen Schatten. Die als Silhouette neben ihr stehende Figur hebt sich vom Bildhintergrund lediglich durch die roten Pinselstriche ab. Ist es ihr Spiegelbild, das mit offenem und aufrechtem Blick antwortet?

Feminismus ist aktuell, es sind keine Fragen von gestern, die wir uns stellen sollten. Bei allen gesellschaftlichen Entwicklungen leben wir nach wie vor in einer patriarchal geprägten Kultur. Die Machtstrukturen sind schwer zu durchbrechen und Frauen existieren weiterhin auch als sexualisierte Objekte männlichen Begehrens. Pornografische Darstellungen, offen in sogenannten Männermagazinen oder als Werbemittel, sind nach wie vor vorhanden. Ursula Schmelzer reagiert in ihrer Kunst auf sexistische Reduzierungen.

Mit schnellem Strich findet sie in ihren Zeichnungen und Acrylbildern eine künstlerische Antwort auf die oft negierten oder verharmlosten Tendenzen. Sie sucht und findet ihre eigene Bildersprache. Die inszenierten Körper und Körperteile der Protagonisten ihrer Werke entwickeln eine Dynamik. Die Frauen- und Männerfiguren bewegen sich aufeinander zu und voneinander weg, sind verbunden, gelöst, fliehend, anziehend – vor allem aber eines: in Bewegung. Sie werden vom Objekt zum Subjekt!

Sehr in Bewegung war auch Giovanni Trapattoni, der Trainer von Bayern München, dessen "ich habe fertig" nicht nur Fußballfans ein Begriff ist. Christine de Boom reagiert in ihrer Serie "Also sprach Trapattoni" kritisch auf den eigenwilligen Wortschwall des Italieners, der auf You Tube zehntausendfach aufgerufenen Rede, möchte ihn, so ihre eigenen Worte: in die Schranken weisen.

Ihre Arbeiten sind künstlerische Kommentare. Bei den hier ausgestellten sechs Trapattoni-Bildern sind die Fotografien durch die in Blautönen gehaltenen Übermalungen kaum noch erkennbar. Der Trainer als Person verschwindet unter den Farbschichten, sichtbar bleiben lediglich seine Worte, am unteren Rand der Bilder zitiert.

Mit der Serie "Inneres", kleinformatige Enkaustik-Arbeiten, von denen Sie im vorderen Raum zwölf sehen können, greift Christine de Boom ein Thema auf, dass sie sehr berührt. In der Berliner Charité befinden sich Reagenzgläser mit für wissenschaftliche Zwecke eingelegten Organen und Föten. Wir müssen nah herangehen an die Bilder, dann erkennen wir die Gläser. Die von der Künstlerin über die Fotografien gelegte Wachsschicht schafft einerseits eine Distanz, verfremdet. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb lassen uns die Bilder nicht außen vor.

Setzt die Künstlerin in den Trapattoni- und Haibildern der omnipräsenten Direktheit der Themen mit ihren Übermalungen Grenzen, so zieht sie hier unsere Blicke durch den wie eine Schutzschicht fungierenden Wachsauftrag. Christine de Booms Kunst verbindet so innere und äußere Prozesse.

Ursula Schmelzers Figuren agieren ausgesprochen dynamisch in und mit ihrer Körperlichkeit: die Venus in schwarzen Highheels, das Penis-Painting des Yves Klein, Baselitz, der "null radfahren" kann, die Venus beim Friseur, die schwarzen Lackbilder mit Titeln wie "Germanys next top man" – um nur einige zu nennen.

Auch die Radfahrerin im ersten Raum, ein kleines Format, befindet sich in Bewegung. Ihr Körper scheint mit dem Fahrrad verbunden zu sein, die Haare flattern im Fahrtwind. Ihre Augen sind – dies ist bei den meisten Figuren der Fall – weit geöffnet. Sie sehen, was sie fühlen, es entgeht ihnen nichts. Das hinter ihr fliegende phallische Insekt scheint sie nicht wirklich zu bedrohen. Es ist diese Ambivalenz in den Bildern von Ursula Schmelzer, die uns irritiert und immer wieder hinschauen lässt.

Ursula Schmelzer möchte aufrütteln, Stellung beziehen und einen Gegenentwurf zu den hierarchischen Geschlechterverhältnissen schaffen. Christine de Booms Fragen führen von der Oberfläche unserer Beobachtung in die Tiefen der Wahrnehmung.

Die Künstlerinnen eröffnen uns Bildräume, sehr persönliche Bildräume zu ihren Themen. Nehmen wir die Einladung an.
Ich wünsche Ihnen einen anregenden Dialog mit den Kunstwerken. Vielen Dank!

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Christine de Boom

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